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Sonntag, 2. November 2008

Wer schlafen will, muss hören

Ich bin zur Zeit etwas unsicher, ob ich verzweifeln soll oder nicht. Unsere kleine Schnecke ist ein sehr energiegeladenes Bündel und das äußert sich konkret darin, dass sie tagsüber eigentlich so gut wie nie schläft. Beim Stillen zeigt sie in den meisten Fällen Ermüdungserscheinungen und da möchte man meinen, man könne sie - ganz vorsichtig und heimlich - in ihren Stubenwagen legen. Doch nix da: Sobald sie merkt, dass sie hingelegt werden soll, springen die Äuglein auf und meist auch gleich der Mund dazu. Wäääh. Gar nicht gut. Manchmal hält sie's eine halbe Stunde aus, bis dann der Stubenwagen wieder beginnt zu wackeln. Alles versucht: beruhigend zureden, Händchen halten, streicheln, singen, das ganze Programm. Aber am Ende landet Emma immer wieder, völlig durchgeschwitzt vom Weinen, auf meinem oder Nicolaus' Arm. Ich weiß nicht, ob wir das richtig machen. Da gibt es die eine Meinung: nicht immer gleich hochnehmen, auch mal schreien lassen. Die anderen sagen, in dem Alter könne man Babys nicht verwöhnen, also wenn nichts funktioniert, dann in der letzten Instanz immer Körperkontakt. Das klingt für mich plausibel und funktioniert auch meist. Ich zähle mich auch entschieden zu den Körperkontakt-Befürwortern. Doch was mich derzeit in die Verzweiflung zu treiben scheint, ist die Tatsache, dass ich Emma praktisch den ganzen Tag mit mir rumtrage und zu nichts - wirklich nichts - anderem mehr komme. Momentan liegt sie beispielsweise auf dem Stillkissen auf meinem Schoß vor dem Computer und schreiben kann ich nur, weil sie gerade frisch abgefüllt ist. Da ist sie noch etwas träge.
Tja, ich schätze, das wird besser mit der Zeit. Über die Nächte kann ich mich wahrlich nicht beschweren. Sie will zwar alle drei Stunden futtern, aber schläft danach ohne Murren und Knurren (meistens) zufrieden wieder ein. Aber wehe, es wird Tag...

Samstag, 18. Oktober 2008

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Der Storch war da


















EMMA ist da
* 30.9.2008 56 cm 3960 g

Mit zehn Tagen Verspätung hat Emma ihre - offenbar - gemütliche Behausung endlich verlassen. Das ist sie nun, die Süße.




Dienstag, 23. September 2008

Vermisst
















Es ist nichts passiert. Wir warten. Ohne Wehen kein Kind.
Wo krieg ich nur Wehen her?
Alles Herumgelaufe in letzter Zeit hat nichts gebracht. Ob ich wohl mal schnell die Küche streiche? Irgendwas muss ich tun. Ich hab keinen Bock drauf, an den Wehentropf angeschlossen zu werden.
Naja, ein paar Tage sind ja noch Zeit...

Mittwoch, 10. September 2008

Der Countdown läuft

Während unser kleiner Muckel auf sich warten lässt (in zehn Tagen ist errechneter Entbindungstermin), bin ich ins Internet umgezogen. Ich wohne derzeit praktisch dort. Ebay ist in den letzten Wochen zu meinem zweiten Wohnsitz geworden - ich habe so viele kleine, schnuckelige Babyuntensilien günstig organisiert. Es ist alles vorbereitet für das kleine Monster, und die paar Kleinigkeiten, die noch fehlen, werden sich sicherlich in den vielen Willkommen-neuer-Erdenbürger-Tüten von Verwandten und Bekannten finden. Also alles bestens.
Ich habe meine Festplatte durchwühlt und dabei sind mir noch einige schöne Aufnahmen - analoge, gescannte Aufnahmen - des letztjährigen Kroatienaufenthaltes unter die Augen gekommen. Und da es zum Urlaubmachen in den nächsten Wochen und Monaten wohl erst einmal nicht kommen wird, schwelge ich in Erinnerungen und nehme dies zum Anlass, meine Foto gewordenen Eindrücke mit der Welt dort draußen zu teilen. Viel Spaß damit!

Im Krka-Nationalpark
















Split: Der Jetset vor Anker
















Konobas: urige kroatische Wirtshäuser























Split: Diocletian-Palast























Auch in Dalmatien wird gearbeitet
















Trogir: touristischer Blickwinkel

Montag, 4. August 2008

Tun Sie's wie Leica

Puh. Der Umzug wäre geschafft!
Wer zieht schon gerne um und packt und ordnet zwangsläufig seinen Krempel immer wieder neu? Wir haben es nun getan und hoffen, dass endlich ein wenig Ruhe in unsere geschundenen Seelen einkehrt. Monatelanges Getrampel von oben, kein Einlenken des lieben Hausfriedens Willen anscheinend überforderter Eltern, die ihren Kindern keine Grenzen aufzeigen - das macht das Leben auch in der schönsten Altbauwohnung zur Tortur. Geschädigt werde ich sein bis an mein Lebensende, träume des nachts von klack-klack-klackernden Murmelgeräuschen, von stundenlang durch die gesamte Wohnung laufenden, trampelnden Kindern... - ach, und was konnte die Blechtrommel auf dem Dielenfußboden hergeben?
Schluss ist's nun hoffentlich - ich versuche den Schlaf für mich neu zu erfinden, bin glücklich über jede Minute, die mich meine Psyche von nun an hoffentlich allmorgendlich länger in Ruhe verharren lässt.
Der Umzug war nach leider nur elf Monaten in unserem alten Domizil ein Befreiungsschlag. Trotzdem muss ich mir wohl eingestehen, dass ich ziemlich am Ende bin. Noch eineinhalb Monate bis zur Entbindung, das Kleine hat gut zugelegt, sollte wohl jetzt aber auch mal zur Ruhe kommen. Drum werd ich's ab sofort halten wie Leica, der scheinbar psychisch gestörte Hund, dem wir auf unserer Paddeltour durch die Mecklenburgische Seenplatte im Juni begegnet sind: Leica stand stundenlang im See und beobachtete das Wasser um sich herum beängstigend aufmerksam, so dass sich jeder fragte: "Was tut sie da?". Sie erweckte den Eindruck, als habe sie unendlich viel Geduld dabei, auf einen herannahenden Fisch zu warten und im entscheidenden Augenblick bestialisch zuzupacken. Tat sie nicht. Sie stand und guckte.
So werd ich's nun auch machen. Ich werd schön die Füße hochlegen und mich in Müßiggang üben. Ruhe sei mein kostbarstes Gut!

 
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