Hi! Dieses Blog ist nicht mehr aktuell. Meine fotografische Arbeit findet ihr ab sofort unter:

www.michaelahanf.de

Mittwoch, 11. November 2009

Abendlicher Spaziergang

Die folgenden drei Fotos sind in der Wilmersdorfer Straße entstanden. Zum ersten ist vielleicht spannend zu erfahren, wie die Geister ins Bild kommen. Bei 0,3 Sekunden Belichtungszeit hinterlassen Menschen, die sich bewegen, ihre Bewegungsspur im Bild, d.h. sie werden verwischt dargestellt. Bei noch längeren Belichtungszeiten verschwinden sie sogar ganz. Will man also z.B. einen viel besuchten Platz, eine Sehenswürdigkeit fotografieren ohne dass dieses Gewusel von Menschen mit aufs Foto kommt, stelle man seine Kamera einfach auf ein Stativ und belichtet, sagen wir, 2 Minuten lang. Schon hat man nur den Platz/das Gebäude hübsch aufs Foto gebannt. Doch wer hat schon ständig sein klobiges Stativ dabei? Für 0,3 Sekunden Belichungszeit (aus der Hand geschossen) ist mein Foto relativ scharf. Eine ruhige Hand ist bei solch langen Verschlusszeiten meist schon nicht mehr ausreichend, um feststehende Gebäude (wie das Geschäft) verwacklungsfrei abzulichten. Aber in diesem Fall ein echt gelungener Schnappschuss.






Montag, 9. November 2009

9. November 2009



Bösebrücke, Berlin Bornholmer Str., einer der ersten Grenzübergänge, die in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 ihre Schlagbäume öffneten.
Heute: Nach einer Ansprache der Bundeskanzlerin traf man immer wieder auf Zeitzeugen, die sich austauschten, Schülergruppen, die sich riesige Fotowände ansahen und auch Leute, die einfach mal schauen wollten, was vor 20 Jahren hier passiert ist...

Sonntag, 8. November 2009

Die Sache mit dem Bokeh



Dieses Foto ist in unserem Badezimmer entstanden. Mal davon abgesehen, dass der Spiegel mal wieder geputzt werden könnte, habe ich meinen Blick hier speziell dem Bokeh gewidmet.

Was ist das Bokeh?

Der Begriff kommt aus dem Japanischen und bedeutet "unscharf, verschwommen". Die Bereiche des Bildes, die in Unschärfe verschwimmen, geben Auskunft darüber, ob ein Foto als gut oder schlecht empfunden wird, subjektiv. Es geht aber hierbei weniger um die Stärke der Unschärfe, sondern darum, wie die Unschärfebereiche aussehen. Im oberen Bild ist im Hintergrund der gegenüberliegende Wandschrank zu sehen. Im Spiegel des Wandschrankes spiegeln sich die Lichter der Lichterkette, die den Spiegel vor meiner Kamera (den mit der Blume) erleuchten. Interessant ist jetzt bezüglich des Bokehs vor allem, wie sich die hellen Bereiche gestalten, hier also besonders die Lichtpunkte.

Die Lichtpunkte sind überwiegend rund dargestellt, sie sind relativ weich und gleichmäßig und an den Rändern zeigen sich keine wesentlichen Farbsäume. Bei eher schlechten Bokehs stellen sich die Lichtpunkte ausgefranst dar, nicht wie Kreise, sondern eher wie Scheiben. Das macht den Hintergrund unruhig und arbeitet seiner eigentlichen Funktion entgegen, nämlich durch seine Unschärfe den Blick auf das Hauptmotiv zu lenken.

Diese hellen Bildpunkte in dunklen Bereichen, die außerhalb der Schärfezone liegen, werden auch Unschärfekreise genannt. Tatsächlich sind sie nicht unbedingt Kreise, sondern die Abbildung der jeweiligen Blendenöffnung. Hier habe ich ein paar Bilder für euch, die das veranschaulichen:


f/1.8 f/2.0 f/2.5 f/2.8 f/3.5 f/4.0

Beim Wert 1.8 ist die Blende weit offen, mit aufsteigenden Werten schließt sich die Blende immer mehr (größere Blendenwerte = kleinere Blende!). Man sieht hier sehr gut, wie sich die Unschärfekreise verkleinern. Nur bei Offenblende sind sie rund, ab f/2.0 werden sie 5-eckig dargestellt - dieses Objektiv besteht neben seinen Linsen eben genau aus fünf Lamellen. Viele Objektive sind heute mit mindestens sieben, oft auch bis zu neun oder zehn Lamellen ausgestattet. Trotzdem gefällt mir mein Bokeh, besonders bei Offenblende und ich hoffe, bald Portraits mit ansprechendem Bokeh hier zeigen zu können.

Immer noch kein Objektiv

Traumhafte Hochzeitsfotos hat der Marcus Bell hier gemacht. M. B. ist ein australischer Fotograf, der sich mit seinem Team auf anspruchsvolle Portrait- und Hochzeitsfotografie spezialisiert hat. Aber seht euch das selbst an.

Was ich mich dabei frage ist, wie man solche Fotos hinbekommt. Und je länger ich mich für Fotografie interessiere und je intensiver ich mich damit beschäftige, desto weniger kann ich es ignorieren, dass die Technik einen großen Einfluss auf das Ergebnis hat. Zu einem hohen Maße ist es vom gewählten Objektiv abhängig, wie sich ein Motiv gestalten lässt. Und es gibt so viele. Ich bin immer noch auf der Suche. Momentan überlege ich, ob ich mir ein Samyan 85mm 1.4 zulegen soll. Aber 85 mm an einer Cropkamera? Einerseits ein bisschen eng, in Räumen auf alle Fälle wenig zu gebrauchen, aber ich will ja eh in Richtung Portrait- und Peoplefotografie im Freien gehen. Ich werd sehen.

Freitag, 6. November 2009

Fotografische Sehnsucht

Ich bin gerade bei der Überlegung, mal wieder etwas Verrücktes zu machen, z.B. auf den Webseiten der Fluggesellschaften zu stöbern und nach billigen Resttickets Ausschau zu halten. Germanwings hat da ein ganz nettes Konzept: Beim Blind Booking kann man angeben, von welchem Flughafen aus man das Weite suchen möchte und dann wird einem zum unschlagbaren Preis von 19,99 (pro Strecke) ein Hin- und Rückticket erstellt. Wohin es gehen wird, weiß man bis zum Ende des Buchungsvorgangs nicht. Aus dem Kontingent von Städten, die angeflogen werden, wird eins herausgepickt und dann fliegt man da eben hin. Ich würd dies auch gern tun, aber leider bietet dieses Konzept nur einen Hin- und Rückflug über zwei Tage. Ich kann also nicht morgens hin und abends zurück. Ich würd eben gern nur mal schnell woanders sein, ein paar Stunden Fotos machen, abends aber wieder zurückkehren. Naja, vielleicht ein anderes Mal.

Die Bahn bietet jetzt übrigens zum 20jährigen ein Mauerspecial: Am 9.11. werden Bahn-Tickets zum Preis von 20 Euro angeboten, buchbar vom 9.11.2009, 18:57 Uhr bis 10.11.2009, 3:00 Uhr. Bedingungen: Die Strecke ist innerhalb Deutschlands frei wählbar und die Reise muss im Zeitraum 12.11. bis 1.12. angetreten werden. Mit diesem Angebot tritt die Bahn jetzt wirklich in Konkurrenz zu jeglichen Linienbusunternehmen. Werde mal schauen, ob ich mir dort vielleicht etwas zusammenstellen kann.
 
Free counter and web stats