Hi! Dieses Blog ist nicht mehr aktuell. Meine fotografische Arbeit findet ihr ab sofort unter:

www.michaelahanf.de

Freitag, 9. April 2010

Another one in vintage style



Die Mosel im old Look (vorvergangener Post) gefällt mir echt gut. Deswegen gibt's heut gleich noch ein Experiment. Steht's dem Portrait auch?

Diesmal ist es mir auch wirklich gut gelungen, die Augen scharf zu bekommen und nur die! Genau so war's gewollt mit voll aufgerissener Blende. Je weiter die Blende offen ist, desto geringer ist die Schärfeebene und bei diesem Motiv waren das gerade einmal eineinhalb Zentimeter! Weil ich dem Objektiv, das ich verwendet habe, bei der Fokussierung manchmal nicht über den Weg traue, habe ich manuell scharfgestellt. Diesmal saß er, der Fokus! Nach meiner Erfahrung mit dem Objektiv ist dies aber eine echte Glückssache, v.a. was das Fotografieren bei wenig Licht, so wie hier in der Mensa, betrifft.

Donnerstag, 8. April 2010

Schnappschuss



Emma auf dem 70. ihres Großvaters in Schönebeck/Elbe.

Dienstag, 6. April 2010

Romantisches Fleckchen



Es gibt so viele Bilder zu sichten und ich komme nicht hinterher! Die Festplatte ist voll mit Fotos. Doch hin und wieder fällt mir ein verborgenes Schätzlein in die Hände auf den Bildschirm und dann kommt so etwas dabei heraus! Ich wollte einmal den Vintage-Effekt (alter Look) ausprobieren und ich finde, dass er diesem Foto besonders gut steht.

Das Foto zeigt Bernkastel-Kues an der Mosel mit der Burgruine Landshut im Hintergrund.

Montag, 5. April 2010

Großvaters Siebzigster



Gestern war der 70. Geburtstag meines Vaters. Herr Hanf hatte geladen ins Maxim-Gorki-Haus zu einem Geburtstags- und Osterbrunch. Ich erinnere mich düster, dass ich in diesem Raume auch schon zu Pionierveranstaltungen vor bräsig dreinschauenden Funktionären getanzt habe - heute machten WIR es uns gemütlich und schlemmten nach Leibeskräften.

Das Bild zeigt meinen Neffen, inzwischen auch schon 14 Jahre alt. Es ist mittlerweile ein halbes Jahr her, dass ich Martin das letzte Mal gesehen habe. Wie er sich verändert hat! Ein Riese ist er geworden, mit Schuhgröße 46 und einem Oberlippenflaum! Ts, das darf ja echt nicht wahr sein. Der wahr doch eben noch so klein!

Sonntag, 4. April 2010

Sonntag, 28. März 2010

Stockholm: von Mitternacht bis Nachmittag

Das war mal wieder eine Reise! Mit dem Flieger für 20 Euro hin und zurück, nur mit Handgepäck ausgestattet, schnupperten wir nordeuropäische Luft im schönen Schweden. Sandra, meine hannoversche Freundin aus Zeiten unserer Zahnarzthelferinnen-Ausbildung, wollte das tapfer mit mir durchstehen. Und sie hat das gut gemeistert!

Dass wir nun auch schon zum älteren Eisen gehören und uns nächtelange Bustouren a la Rainbow-Tours nicht mehr so locker flockig aus den Knochen weichen, stellten wir spätestens Samstagmorgen fest. Von den ersten Frühlingstemperaturen der letzten Tage beeindruckt, die Wintermäntel in den Schrank verbannt, waren wir die Nacht über frühlingshaft bekleidet durch die Stadt gestriffen. Dass hier ein anderer Wind wehte, hatten wir bereits beim Heranrollen der Maschine an ihre Parkposition erkannt: Überall lagen große, zusammengekehrte Schneeberge auf dem Rollfeld. Und wir wollten nun also die Nacht durchmachen! Brrr.

So viele Mc Donald's-Filialen auf so kleinem Umfeld habe ich noch nie gesehen! Das war unser Glück: Immer wieder kehrten wir auf unserem Marsch in einer ein, wärmten uns auf und ernährten uns von Fast Food. Im Nachhinein haben wir den Eindruck, literweise Kaffee getrunken zu haben.

Aber wir sahen auch viel von Stockholm. Von der Central Station schlugen wir uns zunächst einmal zur Drottninggatan durch. Diese Einkaufsmeile zieht sich auf schätzungsweise vier Kilometern von Nord nach Süd einmal durch die Stadt. Wenn wir uns verlaufen hatten, kehrten wir immer hierher zurück und bahnten uns so unseren Weg weiter. Im Süden schließt die Drottningatan ab und ebnet den Weg in die Gamla stan, die Altstadt. Gegen zwei überschritten wir die Brücke ins sogenannte authentische Stockholm, dessen Straßen und enge Gässchen ein atemberaubendes Bild liefern. Gamla stan schlief bereits, aus keinem Pub drängten mehr Geräusche nach draußen, nur vereinzelte Grüppchen fröhlicher Freitagnachtfeierer kreuzten hin und wieder unseren Weg. Wir hatten die Stadt also für uns.

Die Central Station gab uns ab kurz nach fünf Herberge, wir gönnten uns den ersten wirklich gut schmeckenden Kaffee und noch einen zweiten und kauerten in den gemütlichen Sofas des Bahnhofs-Coffee-Shops. Jetzt hatten wir zwar die Nacht hinter uns gebracht, aber noch volle acht Stunden zur Verfügung bis zur Abfahrt zum Flughafen. Durchgefroren und übermüdet, bemitleideten wir uns selbst, rafften uns aber bald zum zweiten Teil unserer Unternehmung auf. Stockholm im Hellen war etwas ganz Anderes. Vieles sah nun grau und uninteressant aus, was gerade noch durch die Lichter der Stadt in einer ganz besonderen Stimmung aufgegangen war. Dennoch: Es roch plötzlich nach frischen Backwaren und Kaffee, Menschen kamen aus ihren Häusern, die Stadt begann sich zu bevölkern. Müllentsorgungsfahrzeuge taten ihren Dienst und karrten den Dreck der letzten Partynacht weg. Wie es eben üblich ist an einem Samstagmorgen in der Großstadt.

Wir ließen die letzten Stunden langsam angehen und verbrachten, nachdem wir noch die nördliche Richtung der Drottningatan erkundet hatten, einige Zeit auf den Holzbänken der Central Station. Was für ein Gewusel. Menschen kamen und saßen neben uns, warteten länger oder nur kurz auf ihren Zug, aßen, tranken, erzählten, lachten - all das sehr respektvoll und angenehm. Mir ist kein einziger Schwede (oder auch Schweden-Migrant) aufgefallen, der jemand Anderen, auch nicht seine Kinder, angeschrieen, an den Armen mit sich gerissen oder allgemein unwürdig behandelt hätte. Irgendwie kam mir das vor wie in einer anderen Welt. Mit Berlin verglichen war das auch eine andere; eine Welt, die bei mir einen außergewöhnlich freundlichen und hilfsbereiten Eindruck hinterlassen hat. Eine Reise war sie auf alle Fälle wert!














































 
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